|
Die IT-Branche steckt nun schon seit mehr als zwei Jahren in einem Umbruch.
Viele Softwareanbieter und Systemhäuser sind vom Markt verschwunden, wurden
von "Übernahme zu Übernahme" geschoben oder steckten im Technologienwandel fest.
Große Mengen von Anwendern und Händlern standen "von heute auf morgen" ohne Softwarepartner da.
Diese Ereignisse waren Grund genug für die Redaktion von "Solution-Forum," dem Anwendermagazin,
und "Partner-News", dem Partner-Magazin mit dem MS Solutions Geschäftsführer
Christian Müller über die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten zu sprechen.
Im Folgenden finden Sie das gesamte Inverview:
Solution-Forum:
Wie sehen Sie die aktuelle Lage und die Entwicklung der letzten Jahre auf dem IT-Markt?
CM:
Die gesamte IT-Branche, ansich unabhängig ob Soft- oder Hardware, steckt seit gut zwei Jahren in einem
großen Wandel, der vielen Unternehmen große Probleme bereitet. Zur selben Zeit sind hier sowohl
ein Technologiewandel, als auch ein Markteinbruch quasi gleichzeitig aufgetreten.
Solution-Forum:
Wann und wie passierte dieser Technologiewandel?
CM:
Der Technologiewandel zeigte sich bereits gegen Ende der 90er Jahre an, als die "Windows-Logik" ihren
breiten Einzug in die EDV-Systeme der Unternehmen machte. Diese Entwicklung war aus technischer Sicht sehr gut,
da Sie für den Anwender eine Vielfalt an zusätzlichen Möglichkeiten brachte, verursachte aber, zumindest
rückwirkend betrachtet, für IT-Unternehmen eine weitgehende Umstellung von
Knowhow und Vorgehensweise.
Während im rein ablauforientieren Vorgehen von autarken UNIX- oder DOS-Systemen der maximale Funktionsumfang
recht überschaubar bleibt und aus diesem Grund häufig von einer Person Hardware, Software und Netzwerk kompetent
bis in die Tiefe überblickt werden konnte - wurden Windows-Systeme durch ihre Offenheit und schnelle dynamische
Weiterentwicklung so komplex, dass eine Spezialisierung auf einzelne Teilgebiete notwendig wurde um rentabel und
innovativ arbeiten zu können. Wer versuchte, nachwievor "auf allen Hochzeiten zu tanzen" verlor schnell
den Anschluss. Auch die Mitarbeiter mussten sich hier umstellen, viele in der "alten Welt" gute
Netzwerktechniker oder Programmierer, fassten in der "Windows-Welt" nur schlecht Fuß.
Deutlich wird dies sehr gut bei den Softwareherstellern: Der Aufwand eine umfangreiche Software im kaufmännischen
Bereich in der "Windows-Welt" zu entwickeln ist um ein Vielfaches höher, als in der alten Welt.
Hinzu kam noch, dass durch die Offenheit natürlich auch immer neue Möglichkeiten hervorgerufen wurden.
Während früher eine Warenwirtschaft nur zum Rechnungen schreiben genutzt wurde, können diese Systeme
jetzt auch mit Textprogrammen und Telefonanlagen kommunizieren, verwalten Termine und tauschen Daten mit anderen Systemen
aus. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass ein einzelner Softwarehersteller nicht mehr von Grund auf alles selbst
entwickeln konnte, sondern sich Wege zur Kooperation mit anderen suchen
musste, um eben nur noch die speziell
für Ihn wichtigen Dinge zu entwickeln. Hier trennte sich in den letzten Jahren so die "Spreu vom Weizen",
viele Softwarehäuser gingen an den hohen Entwicklungskosten für eine Windows-Version zu Grunde oder verloren
durch die fehlende Innovation Kunden.
Im Bereich der IT-Infrastrukturen, also beispielsweise Netzwerke oder Kommunikation, gab es letztendlich die selbe
Entwicklung, überlebt haben hauptsächlich jene, die sich
spezialisierten oder groß genug waren bzw. wurden,
um sich auf verschiedene Bereiche zu spezialisieren.
Neben diesen zwangsweisen Auswirkungen des Technologiewandels gab es natürlich auch grundsätzliche Verfechter
des "alten", die sich neuen Logiken einfach nicht aufgeschlossen haben und im Ergebnis daran vom Markt
verschwunden sind.
Solution-Forum:
Sie sprachen soeben auch davon, dass ein Markteinbruch, der gleichzeitig passierte viele Unternehmen in Probleme
versetzte. Wie ist dass passiert?
CM:
Eigentlich ist die IT-Branche daran sogar selbst schuld! Aufgrund der Jahrtausendwende sowie der EURO-Einführung
schnellte der Bedarf an Unternehmens-EDV in den Jahren 1999 bis Anfang 2001 stark nach oben, da viele Unternehmen
früher als der natürliche Zyklus, die EDV erneuern mußten. Viele Unternehmen haben nicht erkannt das
dies eine "Boom-Phase" ist, die vorübergehen muss und in dieser Zeit expandierten, dass es einem Angst
und Bange wurde. Große Kritik könnte man hier auch an den "Neuen Markt" und vielen
Venture-Capital-Gebern richten, die den Markt hier mit meist fremden Kapital regelrecht zerschlagen haben.
Sozusagen "das Ende vom Lied war", dass nach der eben genannten Boom-Phase der Absatzmarkt kleiner als das
natürliche Maß war, das Marktangebot aber höher. Dass hier viele auf der Strecke bleiben würden,
war klar.
Solution-Forum:
Aus Ihren Antworten hätte man entnehmen können, dass auch die "Windows-Welt", wie Sie es
bezeichneten, am Technologiewandel schuld war. Sehen Sie diese Entwicklung als negativ ?
CM:
Auf keinen Fall, die "Windows-Welt" brachte und wird auch noch in Zukunft, eine sehr breite Basis für
Einsparungen in Unternehmen bieten, weiterhin wurde größtenteils hierdurch der "Computer" auch
im privaten und bei kleinen Unternehmen etabliert und bezahlbar. Mit dem Ausdruck "Windows-Welt" meine ich
auch nicht im speziellen Microsoft, sondern vielmehr die ereignissorientierte und offene Generation der EDV. Bei Linux
ist das aus technischer Sicht auch nichts anderes. Auch wenn es viele Negativstimmen gegen Microsoft gibt, hat dieses
Unternehmen global gesehen die Entwicklung in der EDV maßgeblich vorangebracht. Wären die nicht gewesen,
hätten sicherlich nur die wenigsten Privathaushalte einen PC und die Branche würde wesentlich weniger
Arbeitsplätze bereitstellen. Microsoft wurde hierdurch zu einen "Monopolisten", was auch Nachteile hat.
Solution-Forum:
Weil wir gerade beim Thema sind: Was sagen Sie zu Linux?
CM:
Linux wird es sehr schwer haben, nennenswerte Marktanteile zu erlangen. Aus technischer Sicht spricht zwar vieles
für Linux, jedoch nicht in der Praxis. Im Gegensatz zu Microsoft Windows ist Linux nochmals um ein Vielfaches
offener, sogar so offen, das es in der breiten Praxis zum Problem wird. Der Betreuungsaufwand für einen Linux-Server
ist für einen Anwender wesentlich höher. Die Vorteile von Linux, werden allerdings in einem üblichen
Unternehmensnetzwerk nicht wirklich benötigt. Weshalb sollte man also einen Mehraufwand in Kauf nehmen, wo man doch
keinen Vorteil hat. Der Grund für diesen höheren Betreuungsaufwand und dem nötigen größeren
Anwenderwissen liegt daran, dass bei Linux prinzipiell die Möglichkeit besteht, dieses Umfassen (bzw. theoretisch
zu 100%) zu verändern. Soll also bspw. ein IT-Mitarbeiter einen neuen Drucker einrichten, muß er erstmal schauen,
wo speziell bei Ihrem Linux ein solcher Vorgang durchgeführt werden kann. Gehen Sie mal zu Ihrer Autowerkstatt um
einen Zündkerzenwechsel durchführen zu lassen, wenn Sie vorher den Motor an anderer Stelle eingebaut haben,
den 6. Zylinder als Wischwasserspeichererweiterung nutzen und die Bordelektronik nach Ihren Wünschen umprogrammiert
haben! Der Mechaniker wird ein Vielfaches der Zeit benötigen, um die Arbeiten durchzuführen. Stark abstrahiert
drückt dies genau das Linux-Problem aus.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Linux, auch MS Solutions setzt beispielsweise im Internetsektor
Linux-Serverfarmen ein, da speziell hier die Vorteile gegenüber Microsoft bei weitem überwiegen. Um aber in
kleinen und mittleren Unternehmen kaufmännische Softwareprodukte zu betreiben, ist Linux eher wenig sinnvoll, man
könnte genauso mit dem Flugzeug den Supermarkt für den Einkauf aufsuchen, auch wenn es mit dem Parken immer so
schwer ist, das ist theoretisch möglich, bringt aus praktischer Sicht jedoch nichts. Um aber eine Geschäftsreise
nach Amerika zu unternehmen, würde ich dann doch eher das Flugzeug empfehlen. Spaß beiseite: Was ich damit sagen
möchte ist , man soll sich für den jeweiligen Bedarf überlegen, was am geeignetsten ist und nicht einfach
blindlings der Medien und Lobbys folgen.
/p>
Solution-Forum:
Kommen wir zurück zum Thema, wie sieht die Entwicklung der IT-Branche in den kommenden Jahren aus?
CM:
Die Marktbereinigung wird noch ein paar Jahre andauern. Die moderner und kapitalseitig bodenständiger ausgelegten
Unternehmen werden hier in der Regel die besten Überlebenschancen haben. Gerade für diese Unternehmen besteht
in dieser Zeit eine gute Wachstumschance, da Marktanteile von wegbrechenden Anbietern frei werden. Gerade die S Solutions
erfährt seit einigen Jahren diese Entwicklung und verzeichnet eine kontinuierliche Steigerung des Marktanteils,
also eine antizyklische Entwicklung.
Solution-Forum:
Was glauben Sie, aus welchen Gründen sich Ihr Unternehmen so gegen den Trend entwickelt?
CM:
Naja, wollen wir es mal nicht überbewerten, auch andere Unternehmen, darunter auch viele unserer Geschäftspartner,
entwickelten sich antizyklisch gut. Aber genau aus diesem Grund kann ich diese Unternehmen miteinander vergleichen. Natürlich
gibt es immer Ausnahmen, persönliche oder geschäftliche Schicksalsschläge oder einfach Glück die eine
Unternehmensentwicklung beeinflussen, dennoch fallen beim Vergleich dieser Unternehmen schnell Gemeinsamkeiten auf. Grundsätzlich
wichtig ist das feste Verfolgen eines bzw. der Ziele, natürlich muss sich dieses erstmal jeder setzen. Das geht auch einher mit
der Spezialisierung, wenn ein spezielles Ziel kontinuierlich verfolgt wird, wird das Unternehmen logischerweise im jeweiligen
Bereich zunehmend besser in seiner Marktposition und Effizienz. Wer mal dies und mal das tut, muss zwar in allen Bereichen sein
Lehrgeld bezahlen, kann diese Investition aber nicht multiplizieren um sein Reinvestment zu erhalten. Das soll jetzt aber nicht
heißen, alles außerhalb des jeweiligen Spezialgebietes zu ignorieren, der globale Überblick ist natürlich
genauso wichtig, um nicht den Zukunftstrend zu verpassen. Die "ausführenden Organe" des Unternehmens sollten sich
allerdings auf die jeweiligen Spezialgebiete konzentrieren. Sinnvoll ist es hier auch, in einem Unternehmen mehrere Spezialgebiete
zu halten, um Marktschwankungen in einzelnen Bereichen besser ausgleichen zu können. Auf
wie viele Gebiete eine Spezialisierung
erfolgen kann, hängt natürlich von der Unternehmensgröße ab, wichtig ist nur, dass man sich hier nicht
verzettelt.
Neben diesem, sagen wir mal technischen Aspekt, spielt natürlich auch der kaufmännische eine große Rolle.
Das beste Unternehmen kann nicht funktionieren, wenn es kein Geld mehr hat. Hier ist Bodenständigkeit gefragt, denn
sobald der finanzielle Druck zu stark wird, kann das Unternehmen seine Ziele nicht mehr zielstrebig genug verfolgen.
Ich habe so einige Unternehmen gesehen, die hier wie in eine Art Strudel geraten sind, der sich nach und nach schneller
drehte. Mancher hat hier zu viel investiert oder sagen wir lieber spekuliert, konnte dann weil eben ein solcher Spekulationsbereich
nicht so funktionierte wie geplant, die anderen auch nicht mehr finanzieren, was zur Folge hatte, dass auch die eigentlich noch
funktionierenden Unternehmensteile nach und nach zum erliegen kammen. Man sollte hier nie "alles auf eine Karte setzen".
Solution-Forum:
Weil wir gerade beim Kapital sind. Was halten Sie von Fremdkapital?
CM:
Wenn Fremdkapital allerdings durch das Verteilen von Unternehmensanteilen entsteht, also Gesellschafter oder Aktienanteile,
ist Vorsicht geboten. Bei vielen Gesellschaftern oder auch stillen Teilhabern, die ja logischerweise auch ein Mitspracherecht
haben, wird ein Unternehmen schnell handlungsunfähig, weil es einfach zu viele Meinungen gibt. Wir kennen ja viele unserer
Kunden schon seit langen Jahren und konnten diese verfolgen. Auch aus dieser Erfahrung geht eindeutig hervor: "Viele
Köche verderben den Brei. " Bei vielen ging alles, solange es aufwärts ging und sich deshalb alle einig waren gut.
Bei der kleinsten Schwierigkeit aber, gab es unterschiedliche Meinungen, also ein hin und her, was ein Unternehmen schnell
orientierungslos macht und bei vielen auch untereinander Streit auslöste. Natürlich hängt es auch immer von der
Relation ab, wenn also ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern fünf Gesellschafter hat, würde ich dies als sehr kritisch
betrachten. Bei sehr großen Unternehmen ist das natürlich was anderes, auch sind Unternehmen mit zwei Inhabern, die
sich einfach einig sind, meist kontinuierlich geführt. Ein sehr guter Vergleich für diese Problematik ist die Politik
bzw. die Regierungen, gerade hier in Deutschland, wenn keiner eine wirkliche Mehrheit hat, aber irgendwie jeder etwas zu sagen hat,
wird nichts entschieden.
Bei Aktienkapital ist es bis zu einem bestimmten Punkt ähnlich, wobei hier der "Neue Markt" einen weiteren
Negativaspekt gab. Hier hat manches Unternehmen soviel Kapital in die Hand bekommen, dass es dieses blind investierte und
überhaupt nicht mehr nachrechnen konnte, ob rentabel gearbeitet wurde oder nicht. Dies ist das alte Problem mit dem
schnellen Wachstum. Da gab es Unternehmen aus der IT-Branche, gerade im Internet-Sektor, die hatten einen Jahresumsatz von
2 Mio. Euro, haben aber im Jahr 4 Mio. Euro alleine für Werbung ausgegeben - das Geld war ja vorhanden und mit fremden
Geld geht man nun mal lockerer um. Nun Frage ich Sie, wie wollen Die ermitteln ob ertragreich gearbeitet wird. So etwas
steht einfach in keinem Verhältnis und kann nicht lange gut gehen.
Solution-Forum:
Momentan sind Fusionen und Firmenübernahmen an der Tagesordnung. Was sagen Sie dazu?
CM:
Solution-Forum:
Auch Microsoft und SAP möchten kaufmännische Software im kleinen Mittelstand und Mittelstand vermarkten,
in dem die MS Solutions tätig sind. Ist das nicht eine Gefahr?
CM:
In vielen Interessentengesprächen zeigte sich auch, dass man einem solchen Giganten schlechter einschätzen kann.
Ein so großes Unternehmen kann halt auch mal von heute auf morgen beschließen einen ganzen Teilbereich zu
schließen oder zu ersetzen. Für Microsoft dürfte der Markt der kaufmännischen Software im
Mittelstand innerhalb des Konzerns, nach einer Einschätzung im kleinen, einstelligen Prozentbereich liegen.
Da haben wir sowie auch unser Hauptpartner, die Firma SoftENGINE, als inhabergeführte Unternehmen sicherlich ein
wesentlich größeres Interesse am Fortbestand der Unternehmen und der Bestandskunden.
Bei SAP liegt das Problem auch noch an einer anderen Stelle. Ein Großunternehmen hat
nun mal eine ganz andere Anforderung
an eine kaufmännische Software, wie ein Mittelständler. SAP dürfte es schwer haben sich auf diese neue Philosophie
einzustellen. Wir haben mal eine "Business-One" Einführung verfolgt, da scheitere es dann an absoluten Kleinigkeiten,
wie der Eingabe einer manuellen Artikelbezeichnung in der Belegerfassung, oder das Fehlen von grundlegend wichtigen Fibu-Auswertungen.
Im nachhinein war uns klar, weshalb diese Dinge fehlten: Bei einem Großunternehmen werden diese halt auch nicht benötigt.
Wenn man es einem Unternehmen mit 1000 EDV-Arbeitsplätzen den Mitarbeitern erlauben würde, die Artikelbezeichnung mal zu
ändern, gäbe das halt auch ein einziges Durcheinander - anders im kleinen Mittelstand, da ist Flexibilität eben
wichtiger. Auch wenn dies nur ein kleines Beispiel war, wird diese Grundproblematik bestehen bleiben. Beim Mittelstand kann man
nun mal nicht das Unternehmen der Software anpassen - hier kann es nur genau umgekehrt gehen. Die letzten Gerüchte, wobei diese
sogar durch die offiziellen Medien gingen, dass SAP wegen, wie es schien, größerer Probleme darüber nachdenkt,
das ganze Ding nochmal neu zu entwickeln, sorgte bei Partnern und Interessenten natürlich für weitere Unruhe.
Solution-Forum:
Ist es richtig, dass durch die Komplexität in der EDV, Hard- und Software wieder enger zusammenarbeiten müssen?
CM:
Solution-Forum:
Wo wir gerade von Partnern sprechen. Was steckt eigentlich hinter dem revolutionärem Partnerkonzept der MS Solutions?
CM:
Solution-Forum:
Wie genau, ist die MS Solutions im IT Markt platziert?
CM:
Wir sind ein Anbieter von anpassbarer kaufmännischer Software für Unternehmen aus dem kleinen Mittelstand und
Mittelstand. Neben den unternehmensindividuellen Lösungen, haben wir eine Reihe von Branchensoftwarelösungen
für unterschiedliche Branchen. Gerade hier haben unsere Kunden den Vorteil, dass die Lösungen zwar passgenau
für die jeweilige Branche passt, aber dennoch unternehmenspezielle Anforderungen realisiert werden können.
Wir bieten hier quasi den Vorteil von Branchen- und Individualsoftware in einer Lösung. Betrachtet man hierzu noch
die Tatsache, dass bei uns Anpassen nicht Programmieren bedeutet, sondern alle Anpassungen in einer Entwicklungsumgebung
innerhalb der Warenwirtschaft durchgeführt werden, wird schnell der nächste Vorteil klar. Wir sind updatefähig!
Was man von einer reinen Individualsoftware nicht behaupten kann. Weiterhin sind unsere Systeme breit ausgestattet, zum
Beispeil sind CRM oder Finanzbuchhaltung direkt mit integriert. Mit diesem Konzept haben wir uns mittlerweile überregional
ausgebreitet. Stolz sind wir hier auch auf die Verbreitung in den Ballungsgebieten, in Frankfurt oder Stuttgart ist die
Anbieterdichte sehr hoch, dennoch haben wir gerade in diesen Gebieten einen hohen Kundenanteil. Weiterhin arbeiten wir auch,
sagen wir mal als eine Art Distributor oder Hersteller im Softwarebereich, haben also auch Händler die unsere Produkte,
oder Produkte von Herstellern die wir vertreten, in eigenem Namen verkaufen und betreuen.
Solution-Forum:
Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Projekt "Living-IT", das Sie vor einem Jahr ins Leben gerufen haben?
CM:
Solution-Forum:
CM::
Das ist es aber nicht, letztendlich ist es bereits Realität. Vergleichen Sie es mal mit Ihrem EDV-System in Ihrer
Firma, hier können sie von jeden Arbeitsplatz auf einem beliebigen Drucker ausdrucken oder ein automatischer Lauf
druckt Lieferscheine aufgrund von den Wareneingängen des aktuellen Tages. Vielleicht haben Sie auch noch eine Kamera
oder einen Scanner im Netzwerk hängen, den Sie von jedem PC aus nutzen können. Das waren jetzt allerdings nur
Geräte aus dem "EDV-Gebrauch", stellen Sie sich nun vor auch all Ihre weiteren elektrischen Geräte
haben einfach einen Netzwerkanschluss - Sie könnten auch all diese mit nutzen. Über diesen ganzen Geräten
muss allerdings die "Steuerungssoftware" stehen und diese entwickeln wir. Wer denkt, dass dies alles so teuer
ist, dass es sich keiner leisten kann, irrt. Die Kosten für die Komponenten sind momentan noch etwas höher, bei
einem Neubau kann man allerdings an einer ganz anderen Stelle sparen, beispielsweise müssen weniger Kabel verlegt
werden, man denke an Kabel für Wechselschalter, oder die vielen Schalter, die man dann nicht mehr brauchen wird,
weil ein Schalter ja dynamisch eine Funktion auslösen kann, also so ähnlich wie die Shift oder Strg Taste auf
Ihrer Tastatur. Auch werden keine Telefone, Radioempfänger oder Fernsehgeräte mehr benötigt, auch das
übernehmen ganz normale Home-PC´s. Gerade bei Geschäftsgebäuden, wo momentan schon häufig
teilautomatische, autarke Systeme eingebaut werden, wären die Kosten in den meisten Fällen sogar schon jetzt,
bei dieser Technik geringer.
Im Moment steht es allerdings noch im "Beta-Stadium", es kommt also momentan schon mal vor das Nachts irgendwo
ein Licht angeht oder sich die Fernsehfunktion einschaltet - und keiner hat etwas gemacht. Das sind halt "Kinderkrankheiten",
es wird nur noch knapp zwei Jahre dauern, bis das Ganze stabil ist und das eigentliche "Roll-Out" beginnen kann.
Im Spätsommer 2004 stellen wir das Erste durchgängig mit dieser Technik ausgestattete Gebäude, in Untersteinach
unseren Partnern und Kunden vor.
Solution-Forum:
Das wird bestimmt interessant. Wie sehen Sie die Zukunft und das Wachstum der MS Solutions?
CM:
Für das Unternehmen sehe ich die Zukunft nach wie vor positiv. Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir
in einer an sich schlechten Zeit, das haben wir schon auch gemerkt, dennoch Zuwächse hatten. Auch haben wir,
an sich
alle unsere Investitionen, aus direkten Gewinnen finanziert und kein Fremdkapital herangezogen. Das macht uns natürlich
stabil und der Druck ist nicht so hoch, so dass wir unsere Ziele auch zielstrebig verfolgen können. Weiterhin haben wir
in einigen Bereichen den "Durchbruch" von vertrieblicher Seite geschafft und unsere Produkte sind aus technologischer
Sicht, gerade im Kernbereich also der kaufmännischen Software, gegenüber dem Wettbewerb gut zwei Jahre voraus.
Wenn ich über die Vorstellungen im Jahr 2004 nachdenke, könnten es auch glatt drei Jahre sein. Eine gezielte Eigenexpansion
oder Firmenübernahmen verfolgen wir nicht, es könnte schon sein, dass es noch ein paar Mitarbeiter mehr werden, dass wird
aber vom Markt entschieden. Das schöne ist ja: Wenn man nicht gezwungen ist, kann man warten und dann "zuschlagen"
wenn sich eine ideale Möglichkeit anbietet. Eben der bodenständige Weg.
Solution-Forum:: Das waren ja interessante Schlussworte. Vielen Dank.
|